Nicht mehr ärgern, nicht mal mehr wundern

Nicht mehr ärgern, nicht mal mehr wundern

Februar 27, 2018 Uncategorized 0

einfach nur feststellen, dass es solche und solche Menschen gibt.

Man muss nicht weit fahren, um die Plätze zu finden, auf denen die Reste unserer vom Konsumismus beherrschten Wegwerfgesellschaft abgelegt werden, wenn die eigene Mülltonne überquillt.

Klar, neue Reifen kosten schon was, die alten legal zu entsorgen nicht viel, offenbar aber zu viel, da müsste man bei den neuen sparen. Und bequemer ist es allemal, den Kofferraum in einem unbeobachteten Moment zu öffnen und den lästigen Inhalt auf die Straße zu werfen. Wenigstens gestapelt.

Was in den Hirnen solcher Umweltfrevler vor sich geht, kann ich nicht sagen. Aber es scheint nach deren Denkweise kein Problem zu sein, die ordnungsgemäße Beseitigung des Problemabfalls anderen zu überlassen …. aus den Augen aus dem Sinn.

Abgesehen davon, dass wir es nicht schaffen werden, unseren Müll, womit nicht nur der Atommüll gemeint ist, so zu deponieren, dass wir ihn nicht sehen und (!) ihn sorglos endzulagern, ist der von Herrn Sorglos-Skrupellos eingeschlagene Weg auch moralisch unverantwortlich. Dieser Weg zeigt, dass Teile unserer Gesellschaft meinen, auf Kosten der Mehrheit ohne Rücksicht auf die Natur und die Mitmenschen handeln zu dürfen.

Wenn dann so ein Müllverbreiter mal ausnahmsweise erwischt wird, dann muss er schon mit unangenehmen Maßnahmen rechnen: Entfernen des Drecks, Ordnungsgeld, vielleicht auch mehr.

Irgendwie geht es mir beim Anblick solcher Hinterlassenschaften durch den Kopf, dass deren Verursacher auch Politik mitgestalten können, dass Wahlergebnisse auch durch sie beeinflusst werden. Das macht die Ergebnisse mancher Wahl erklärlicher.

Und ich erwische mich bei dem Gedanken, dass wir in einem Staat leben, in der die Überwachung bestimmter Plätze, hier bevorzugte Mini-Mülldeponien, per Video sinnvoll sein sollte,

Wenn das dann erfolgreich ist, dann sollte die Antwort der Gemeinschaft klar und auch hart sein: Wiedergutmachung durch Arbeit, die der Gemeinschaft zugutekommt. Ab in die Wälder mit dem Schmutzfinken, dort gibt es genug zu tun.

Bilder Michael Falke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.