Klobalisierung

Klobalisierung

Januar 13, 2018 Uncategorized 0

Der allumfassende Begriff eines Irrläufers der Geschichte, der seinen Ursprung in den grenzenlosen Möglichkeiten der Grenzenlosigkeit der Globalisierung hat.

Die Chance, zu jeder Zeit zu jedem Ort unseres Planeten Informationen aller Art zu erhalten, die Chance um Not und Elend Vergessener und Unterdrückter zu wissen, sie wurde vertan von der erdumfassenden Krake Kapitalismus und ihrem Lieblingskind, dem Konsumismus.

Es ist nicht nur, um mit Hermann van Veen zu sprechen, der Griff ins Klo, den die Menschheit in ihrer unermesslichen Gier nach materillen Gütern wagt. Es ist das Spiel mit dem Feuer, das Spiel mit dem Besen, der in der Hand von Lehrlingen mit Kontrollverlust zu einer nur noch durch den Meister zu bändigen Gefahr für die Menschheit geworden ist.

Die suchende und forschende Hand vergaß zu oft ihre Verantwortung und nahm nicht zur Kenntnis, dass sie die Erde in ihren Händen hielt, die nunmehr selbst langsam aber sicher zu einer Fäkalien-Kugel mutiert und über kurz oder lang zumindest für Menschen nicht mehr bewohnbar sein dürfte.

Tschernobyl und Fukushima riechen, hören und sehen wir nicht, sie sind daher nicht bedrohlich … bestenfalls stören die, die unermüdlich warnen und uns den ach so bequemen Sessel der Völlerei und des Vergessens nicht gönnen. Missgünstiges Pack!

Ein paar Plastiktüten am Strand von Sylt sind schnell weggeräumt, im Mittelmeer Ertrunkene sieht man ebenfalls nicht …. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, lassen wir uns einlullen von Medien, die uns teils verantwortungslos weismachen wollen, was das Leben wertvoll macht.
Wir alle wissen um all dieses Elend, wir ahnen das Ende der Geschichte und sind nicht bereit, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen, unseren Irrtum anzuerkennen und entsprechend zu handeln …. Weil es bequemer ist. Glauben wir.

Oder warten wir auf den uns mit den Worten

»In die Ecke,
Besen! Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.«

 In Aussicht stehenden Meister, der das richten wird, was wir, die Lehrlinge in unserem Wahn angerichtet haben?

Ich vermute, dass wir da vergebens warten. Die Politik scheint sich des Ernstes der Lage nicht bewusst zu sein; der Wegfall des Solis ist greifbar schön und lenkt davon ab, dass die Spundwände in Hitzacker nicht mehr lange gegen die Elbe Schutz bieten werden. Wohl dem, der eine Yacht im Hafen hat.

Wo sind die rettenden Meister?

Ich denke, dass wir es sind, Tag für Tag die Erde zu retten. Wir sind es, die durch den Verzicht auf unsinnigen und ganz sicher nicht beglückenden Konsum dazu beitragen können, dass uns unser Planet nicht entgleitet.

Naiv zu glauben, dass das klappen könnte?

Kann schon sein. Aber lieber ein wenig naiv sein als untätig abzuwarten, dass ein Wahnsinniger die Spülung betätigt und der Deckel endgültig zufällt.

Bild Michael Falke

 

 

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