„Goldene Schwalbe“ würdigt Kampf gegen Braunkohleabbau im Hambacher Wald

„Goldene Schwalbe“ würdigt Kampf gegen Braunkohleabbau im Hambacher Wald

Mai 12, 2019 Uncategorized 0
ÖDP verleiht Auszeichnung in Aachen

v.l.: Gerd Schinkel, Christoph Raabs, Manuela Ripa, Michael Zobel und Marita Dresen. Foto: ÖDP Bundespressestelle.

 

Der Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Christoph Raabs, überreichte am 8. Mai 2019 die „Goldene Schwalbe“ an drei Gallionsfiguren im Kampf um den Erhalt des Hambacher Waldes und umliegender Dörfer. Mit dem Bundespreis ehren die Öko-Demokraten seit vielen Jahren Personen, die sich für Demokratie, Ökologie oder das Gemeinwohl in herausragender Weise eingesetzt haben.

Die Preisträger des Jahres 2019 sind Aktivisten für den Braunkohlestopp: Antje Grothus, Mitglied der Bundeskohlekommission, Michael Zobel, Organisator der Waldspaziergänge im Hambacher Wald und Gerd Schinkel, Liedermacher und Sänger, u.a. auch gegen AKWs und soziale Schieflagen. Für die wegen eines anderen wichtigen Termins verhinderte Antje Grothus nahm Marita Dresen, die selbst mit ihrer Familie in einem von der Vernichtung bedrohten Dorf wohnt, den Preis entgegen. Alle drei Preisempfänger betonten, dass sie die Auszeichnung nicht nur für sich, sondern auch als Würdigung für die vielen Initiativen und Gruppierungen sowie Einzelpersonen ansehen, die sich für den Braunkohlestopp und den Klimaschutz in den letzten Jahren aktiv eingesetzt haben.

Der ÖDP-Bundesvorsitzende Christoph Raabs hielt die Laudatio und überreichte persönlich die „Goldenen Schwalben“ mit Urkunden. Raabs wies im Rahmen seiner Rede auf das wachsende Umweltbewusstsein in der Bevölkerung hin. „Auch unsere ÖDP profitiert davon und liegt beispielsweise in Bayern nach aktuellen Umfrageergebnissen bei 4% + X in Wahlumfragen zur Europawahl, bei der es keine 5%-Hürde gibt“, so Raabs.

Er bekundete gleichzeitig seine Verbundenheit mit den Bürgern in der Lausitz, deren Heimat ebenfalls von Zerstörung durch die Braunkohletagebaue bedroht ist. „Es ist angesichts des beschlossenen Ausstiegs aus der Braunkohle unbegreiflich, unverantwortlich und unentschuldbar, dass weiterhin für den Profit der Konzerne Dörfer, Wälder und Kulturlandschaften zerstört werden sollen“, so Raabs weiter. Mit allen zu Verfügung stehenden politischen Mitteln, aber auch weiterhin mit friedlichem Widerstand, müsse dies verhindert werden. Raabs wies zugleich auf den Dokumentarfilm „Die Rote Linie“ hin, der am 12.5.19, exakt fünf Jahre nach dem ersten Hambacher Waldspaziergang, in München Premiere feiert. Hier werde dem Wirken der Preisträger ein filmisches Denkmal gesetzt.

Raabs bezeichnete zum Abschluss seiner Laudatio Antje Grothus, Michael Zobel und Gerd Schinkel als Vorbilder für die heutige „Friday-Bewegung“ und wünschte weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg.

 

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